Lange Nacht der Museen



Die 17. Lange Nacht der Museen findet am 22. April in ganz Hamburg statt. Insgesamt öffnen 54 Museen von 18 bis 2 Uhr ihre Pforten und präsentieren zum Motto „Stars und Sternchen“. Außerdem gibt es 787 Veranstaltung, die von den Nachteulen besucht werden können.


Auch Harburg hat einige Highlights geplant, die die Nacht erhellen. Eine kleine Übersicht:

  • Archäologisches Museum Hamburg mit dem Thema „Üppige Frauen und Löwenmenschen“ in der aktuellen Ausstellung „EisZeiten“, verschiedene Mitmachaktionen
  • Sammlung Falckenberg mit der Ausstellung „Hanne Darboven – Gepackte Zeit“, Workshop mit Künstlerin Rahel Bruns
  • Kunstverein Harburger Bahnhof mit der Sonderausstellung von Bianca Baldi
  • Museum für Elektrizität electrum mit der Ausstellung „Lieblingsstücke“ mit einer Führung auf Plattdeutsch

Das Ticket für alle Angebote inklusive HVV-Ticket kostet 15 € (ermäßigt 10 €).
Weitere Informationen und Tickets zur Langen Nacht der Museen gibt es hier.

Der neue Sand


Nicht nur das Business Improvement District (BID) Sand-Hölertwiete hat Großes mit dem Marktplatz vor. Das Hamburger Büro Schenk + Waiblinger Architekten überzeugte beim gestrigen Architektenwettbewerb den Investor AVW  Immobilien AG und seine neunköpfige Jury, die neben dem Vorstand von AVW Immobilien auch aus dem Bezirksamt Harburg und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen bestand.

© Schenk + Waiblinger Architekten
Bei der öffentlichen Präsentation nahmen fünf Architekturbüros teil und präsentierten ihre Vorschläge. Im Anschluss diskutierten interessierte Bürger, die Jury und die Architekten die Entwürfe. Leicht fiel die Entscheidung trotzdem nicht, denn alle Entwürfe entsprachen den Anforderungen. Schenk + Waiblinger Architekten konnten dennoch überzeugen. Es sollen 60 bis 70 Seniorenwohnungen entstehen, die zwischen 30 und 60 Quadratmetern groß sind. Außerdem wird es Platz für einen Supermarkt und ein gastronomisches Angebot geben. 
„Dieser Entwurf hat uns durch seine Architektursprache und –qualität überzeugt!“, sagte AVW-Vorstand Edward T. Martens.

Trotz der Freude über den Gewinner, sollen noch einige Nachbesserungen an dem Entwurf vorgenommen werden. Beispielsweise muss die Fassade zur Neuen Straße etwas verändert werden und die im Erdgeschoss geplante Gastronomie wird ein Stockwerk höher verlegt.

Das trauernde Kind



In Harburg steht an der Ecke Bremer Straße/Maretstraße eine viereinhalb Meter hohe Soldatenstatue auf einem sechs Meter hohen Sockel. Trotz Kopfverletzung steht er mit geschultertem Gewehr aufrecht und marschiert seit 1932 auf der Stelle. 

Das höchst umstrittene Denkmal „Der Soldat“ gilt einerseits als kriegsverherrlichend, andererseits als „heroische Plastik“ (Zeitschrift „Kunst im Dritten Reich“, 1937). In den 80er Jahren begannen die kontroversen Diskussionen um das Denkmal erneut. Doch 1986 schrieb das Friedenspolitische Zentrum Harburg letztendlich einen Wettbewerb zu einem Anti-Kriegsdenkmal aus. Der Harburger Künstler Hendrik André Schulz gewann und erschuf also das „Trauernde Kind“.


Das weinende, lebensgroße Kind kniet inmitten von zerschossenen Soldatenhelmen und soll als Gegendenkmal die Wirkung des „Soldaten“ schwächen. Ob es ihm in den Büschen neben dem hohen Sockel gelingt, weiß jedoch keiner so genau.