Der neue Sand


Nicht nur das Business Improvement District (BID) Sand-Hölertwiete hat Großes mit dem Marktplatz vor. Das Hamburger Büro Schenk + Waiblinger Architekten überzeugte beim gestrigen Architektenwettbewerb den Investor AVW  Immobilien AG und seine neunköpfige Jury, die neben dem Vorstand von AVW Immobilien auch aus dem Bezirksamt Harburg und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen bestand.

© Schenk + Waiblinger Architekten
Bei der öffentlichen Präsentation nahmen fünf Architekturbüros teil und präsentierten ihre Vorschläge. Im Anschluss diskutierten interessierte Bürger, die Jury und die Architekten die Entwürfe. Leicht fiel die Entscheidung trotzdem nicht, denn alle Entwürfe entsprachen den Anforderungen. Schenk + Waiblinger Architekten konnten dennoch überzeugen. Es sollen 60 bis 70 Seniorenwohnungen entstehen, die zwischen 30 und 60 Quadratmetern groß sind. Außerdem wird es Platz für einen Supermarkt und ein gastronomisches Angebot geben. 
„Dieser Entwurf hat uns durch seine Architektursprache und –qualität überzeugt!“, sagte AVW-Vorstand Edward T. Martens.

Trotz der Freude über den Gewinner, sollen noch einige Nachbesserungen an dem Entwurf vorgenommen werden. Beispielsweise muss die Fassade zur Neuen Straße etwas verändert werden und die im Erdgeschoss geplante Gastronomie wird ein Stockwerk höher verlegt.

Das trauernde Kind



In Harburg steht an der Ecke Bremer Straße/Maretstraße eine viereinhalb Meter hohe Soldatenstatue auf einem sechs Meter hohen Sockel. Trotz Kopfverletzung steht er mit geschultertem Gewehr aufrecht und marschiert seit 1932 auf der Stelle. 

Das höchst umstrittene Denkmal „Der Soldat“ gilt einerseits als kriegsverherrlichend, andererseits als „heroische Plastik“ (Zeitschrift „Kunst im Dritten Reich“, 1937). In den 80er Jahren begannen die kontroversen Diskussionen um das Denkmal erneut. Doch 1986 schrieb das Friedenspolitische Zentrum Harburg letztendlich einen Wettbewerb zu einem Anti-Kriegsdenkmal aus. Der Harburger Künstler Hendrik André Schulz gewann und erschuf also das „Trauernde Kind“.


Das weinende, lebensgroße Kind kniet inmitten von zerschossenen Soldatenhelmen und soll als Gegendenkmal die Wirkung des „Soldaten“ schwächen. Ob es ihm in den Büschen neben dem hohen Sockel gelingt, weiß jedoch keiner so genau.

The Beatles in Harburg



Schon gewusst?

Das erste Album der Beatles, „My Bonnie“, nahm die britische Rockband in Hamburg auf. Genauer: In Harburg. Noch genauer: In der Friedrich-Ebert-Halle am Alten Postweg.


Am 22./23. Juni 1961 nahmen sie als Begleitgruppe für den Musiker Tony Sheridan mit dem Produzenten Bert Kaempfert ihre ersten Stücke auf. Nebenbei nahmen sie auch ohne Sheridan ihre eigenen Stücke auf – darunter „My Bonnie“.
Heute kaum vorstellbar, aber auf der Plattenhülle von Tony Sheridan waren die Beatles nicht einmal erwähnt. Lediglich auf der Platte selbst stand: „Tony Sheridan & The Beatbrothers“. Hätte er gewusst, wie erfolgreich die vier Jungs einmal werden würden, hätte Sheridan sie sicherlich gern erwähnt.

Auch heute noch steht die Friedrich-Ebert-Halle für Musik und Kultur. Als einer der größten Konzerthallen in Norddeutschland umfasst der Saal rund 1.100 Sitze und ist bekannt für seine hervorragende Akustik. Neben Konzerten in allen Musikrichtungen, finden dort auch Poetry Slams und Lesungen statt. Wenn dort gerade keine Veranstaltung geplant ist, werden die Räumlichkeiten auch gern vermietet. Vor allem aufgrund der guten Anbindung und der Größe, ist die Friedrich-Ebert-Halle die erste Anlaufstelle für große Konzerte und Veranstaltungen aus Hamburg und Niedersachsen.

Mehr Informationen zum Konzertsaal findet ihr hier. Das aktuelle Programm findet sich hier.

Ein neuer Präsident


Nein, nicht nur in Amerika, sondern auch in der Technischen Universität Hamburg.


Prof. Dr. Dieter Jahn
© TU Braunschweig
Der derzeitige Hochschul-Präsident Prof. Antranikian wird am 1. April 2017 von Prof. Dr. Dieter Jahn abgelöst. Er wurde vom Akademischen Senat der Technischen Universität Hamburg (TUHH) gewählt. Als Vizepräsident für Forschung und Wissenschaftlichen Nachwuchs und als Zuständiger für Internationales in der Technischen Universität in Braunschweig bringt er viele Erfahrungen mit. Hochschulratsvorsitzender der TUHH Walter Conrads setzt große Hoffnungen in ihn: „Er ist der erste externe Präsident und als herausragender Forscher und Hochschulmanager mit internationaler Erfahrung jemand, der die TUHH zu einer führenden europäischen Universität entwickeln kann“.

Die Technische Universität baut schon lange auf internationale Austauschprogramme. Studierende aus dem Ausland sind immer herzlich willkommen, sowie auch eigenen Studierenden die Möglichkeit geboten wird, ein Semester im Ausland zu absolvieren.
 
Doch das ist nur einer der vielen modernen Ansätze, die die Uni verfolgt: Auch das immer beliebter werdende Modell des dualen Studiums ist seit 2013 unter dem Titel dual@TUHH in Kooperation mit NORDMETALL möglich. Damit war die TUHH die erste Technische Universität in Deutschland, die eine Kombination aus Praxiserfahrung in einem Unternehmen der norddeutschen Industrie mit Theorie auf Universitätsniveau anbietet. Bereits 26 renommierte Unternehmen in Hamburg nehmen teil, darunter der NDR, ThyssenKrupp und Airbus KID-Systeme. Mit dem Absolvieren eines der zehn dualen Studiengänge wird der Bachelor of Science erreicht.

Da ein wichtiger Bestandteil der TUHH die Forschung und Entwicklung ist, gibt es auch für interessierte Schülerinnen und Schüler Kurse und Workshops im Bereich Robotertechnik. Dort wird ein Einblick in die Tätigkeit eines Ingenieurs gewährt und Roboter mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden konstruiert und programmiert.

Weitere Informationen zur TUHH gibt es hier.

Weitere Informationen zum dualen Studium und Robotikkursen gibt es hier.